Wie aus Information Realität werden könnte
Wenn die Realität auf einer grundlegenden Ebene ein informationsbasiertes Feld ist, stellt sich eine einfache, aber weitreichende Frage:
Was geschieht, wenn ein Bewusstsein eine neue Information in dieses Feld einbringt?
Projekt M betrachtet die sogenannte Manifestation nicht als Magie und auch nicht als bloßes „positives Denken“.
Sie könnte vielmehr ein ganz normaler Vorgang innerhalb eines informationsbasierten Systems sein.
Der entscheidende Gedanke lautet:
Eine neue Information erzeugt eine Differenz zum bisherigen Zustand. Diese Differenz wird vom Informationsfeld unmittelbar verarbeitet. Die physische Realität benötigt dagegen Zeit, um dem veränderten Informationszustand zu folgen.
Was wir als Manifestation erleben, könnte genau diese zeitlich verzögerte Umsetzung einer bereits erfolgten Informationsänderung sein.
1. Die Welt ist zunächst stumm
Die Welt ist voller Informationen.
Doch längst nicht jede Information besitzt für unser Bewusstsein Bedeutung.
Ein Baum, ein Haus, ein Mensch oder ein Parkplatz können vorhanden sein, ohne dass wir ihnen besondere Aufmerksamkeit schenken.
Erst wenn wir etwas mit Bedeutung aufladen, wird es für uns aus der unendlichen Menge vorhandener Informationen herausgehoben.
Die Welt ist stumm, bis du sie mit Bedeutung auflädst – nicht um die Dinge zu verändern, sondern um dich selbst im Spiegelbild ihrer Resonanz zu erkennen.
Die Bedeutung schaltet den Display-Kanal unseres Bewusstseins ein.
Doch wenn Bewusstsein selbst Bestandteil des Informationsfeldes ist, könnte diese Bedeutungsgebung mehr sein als reine Wahrnehmung.
Sie könnte eine neue Information in das System einbringen.
2. Die Bestellung erzeugt eine Informationsdifferenz
Nehmen wir den einfachsten Fall:
Ich fahre zu einem Ort und entscheide:
„Ich werde hier einen geeigneten Parkplatz finden.“
Im gegenwärtigen physischen Zustand ist dieser Parkplatz möglicherweise noch nicht vorhanden.
Mit meiner Entscheidung ist jedoch ein anderer Zustand als Information definiert.
Es entsteht eine Differenz:
Der gegenwärtige Zustand
≠
der gesetzte Zustand
Diese Differenz ist der Ausgangspunkt der Manifestation.
Dabei ist die Entscheidung nicht einfach ein Wunsch.
Ein Wunsch beschreibt häufig etwas, das in der Zukunft liegen soll:
„Ich möchte einen Parkplatz finden.“
Eine Entscheidung setzt dagegen einen Zustand:
„Ich werde hier einen geeigneten Parkplatz finden.“
Sie bringt eine neue Information in das System.
3. Die Differenz stört die Kohärenz des Feldes
Projekt M geht davon aus, dass das grundlegende Informationsfeld im Zustand der Kohärenz ruht.
Im zeitlosen Nichtraum gibt es keine räumliche Trennung und keine zeitliche Entwicklung.
Information ist die Ruhe selbst.
Eine neue Information erzeugt erstmals eine Differenz.
Das Feld enthält nun nicht mehr nur den bisherigen Zustand, sondern zusätzlich eine neue Information, die mit diesem Zustand noch nicht vollständig übereinstimmt.
Damit entsteht eine Störung der bisherigen Kohärenz.
Wichtig ist dabei die begriffliche Trennung:
Kohärenz beschreibt den Zustand des Informationsfeldes.
Die menschliche Information ist dagegen eindeutig oder uneindeutig und vollständig oder unvollständig.
Sie ist nicht „mehr oder weniger kohärent“.
Was geschieht bei einer kritischen Differenz?
4. Das Feld reagiert unmittelbar
Hier liegt ein entscheidender Unterschied zwischen Informationsfeld und physischer Realität.
Das Informationsfeld befindet sich außerhalb unserer Vorstellung von Zeit. Wenn dort eine neue Information entsteht, muss das Feld nicht erst warten, bis sich etwas physisch bewegt.
Die Reorganisation des Informationszustands kann deshalb unmittelbar erfolgen.
Die physische Realität ist dagegen ein Rendering dieses Informationszustands.
Und Rendering braucht Zeit.
Materie besitzt Trägheit. Körper müssen sich bewegen, biologische Systeme müssen reagieren, Ereignisse müssen aufeinander folgen.
Dadurch entsteht eine zeitliche Verzögerung zwischen:
dem veränderten Informationszustand
und
seiner Umsetzung in der gerenderten Realität.
Genau diese Verzögerung könnte das sein, was wir als Manifestation erleben.
4a. Was aber, wenn eine Differenz nicht mehr integrierbar ist?
Normalerweise könnte eine neue Information innerhalb der bestehenden Ordnung verarbeitet werden:
Informationsdifferenz → Reorganisation → neuer kohärenter Zustand
Doch was geschieht, wenn eine Differenz eine Größenordnung oder Struktur erreicht, die innerhalb der bestehenden Ordnung nicht mehr aufgelöst werden kann?
Hier beginnt der Bereich der kritischen Differenz.
Eine kritische Differenz wäre dann nicht einfach eine besonders große persönliche Bestellung.
Sie wäre eine Information, die die bestehende Ordnung selbst betrifft.
Das könnte auf unterschiedlichen Ebenen geschehen.
Auf der quantenphysikalischen Ebene
Der Kollaps einer Wellenfunktion könnte in diesem Gedankenmodell als ein sehr kleiner, lokaler Vorgang betrachtet werden, bei dem aus mehreren möglichen Informationszuständen ein konkreter physischer Zustand wird.
Die Quantenmechanik selbst verlangt allerdings nicht die Interpretation einer fundamentalen Information. Das ist die zusätzliche Perspektive von Projekt M.
Interessant ist jedoch die Frage:
Ist der quantenmechanische Kollaps möglicherweise eine lokale Form der Reorganisation von Information in einen tatsächlich gerenderten Zustand?
Dann wäre der Kollaps ein Beispiel dafür, wie aus einer Informationsbeschreibung eine konkrete physische Realität wird.
Auf der kosmischen Ebene
Noch etwas wesentlich Größeres ist denkbar.
Was geschieht, wenn nicht nur ein Teilchen oder ein lokales Quantensystem betroffen ist, sondern die Informationsstruktur eines gesamten Universums?
Ein Universum ist selbst eine bestimmte gerenderte Ordnung.
Seine Naturgesetze, Teilchen, Kräfte, Raumzeit und sämtliche darin enthaltenen Beziehungen bilden gemeinsam einen kohärenten Informationszustand.
Wenn dieser Zustand seine eigene Integrationsfähigkeit verliert, könnte die Differenz nicht mehr innerhalb des bestehenden Universums aufgelöst werden.
Dann wäre nicht mehr eine Reorganisation im Universum erforderlich.
Das Universum selbst könnte zum Gegenstand der Reorganisation werden.
Damit eröffnet sich ein völlig anderer Vorgang:
Nicht mehr die Realität verändert sich innerhalb des Universums – die Ordnung, die diese Realität überhaupt hervorbringt, verändert sich.
Das könnte beispielsweise einem Zusammenbruch oder Ende eines Universums entsprechen.
Und genau hier könnte die kosmische Bedeutung von STEP-ONE liegen.
4b. STEP-ONE als Antwort auf eine kritische Differenz
STEP-ONE wäre dann nicht einfach der Anfang aus dem Nichts.
Es wäre möglicherweise die Antwort der fundamentalen Information auf eine Differenz, die innerhalb der bisherigen Ordnung nicht mehr aufgelöst werden kann.
Die bisherige Ordnung reicht nicht mehr aus.
Also entsteht eine neue.
Normale Differenz:
Das Feld kann sie integrieren.
→ Reorganisation
→ Rendering folgt
→ Manifestation
Kritische Differenz:
Die bestehende Ordnung kann sie nicht mehr integrieren.
→ grundlegende Reorganisation
→ Polarisation
→ STEP-ONE
→ neue physikalische Ordnung
Damit könnte auch ein scheinbarer Gegensatz aufgelöst werden:
Das Ende eines Universums und der Beginn eines neuen Universums wären möglicherweise keine zwei voneinander getrennten Ereignisse.
Der Zusammenbruch der alten Ordnung könnte zugleich der Übergang in eine neue Ordnung sein.
4c. Vom Zusammenbruch zur neuen Welt
Damit würde der kosmische Zyklus von Projekt M eine neue Form bekommen:
Kohärenter Informationszustand
↓
Differenz
↓
Polarisation
↓
Rendering eines Universums
↓
Entwicklung und zunehmende Komplexität
↓
zunehmende oder strukturelle Differenzen
↓
kritische Differenz
↓
Zusammenbruch der bisherigen Ordnung
↓
STEP-ONE
↓
neue Polarisation
↓
neues Universum
Das Entscheidende daran ist:
STEP-ONE muss nicht am Anfang der kosmischen Geschichte stehen. Es könnte zugleich das Ende einer alten Ordnung und der Beginn einer neuen sein.
Dann wäre der „Big Bang“ möglicherweise nicht der absolute Anfang von allem.
Er wäre nur der First Boot eines neuen Renderings.
4d. STEP-ONE – die Grenze der Manifestation
Auch STEP-ONE wäre in diesem Modell eine Form der Manifestation – allerdings in einer Größenordnung, die die Renderfähigkeit des bestehenden Universums überschreitet.
Bei einer normalen Manifestation kann die fundamentale Information (FI) die neue Information integrieren. Das Universum kann sie anschließend – zeitverzögert – rendern.
Bei STEP-ONE kann die (FI) die neue Information ebenfalls integrieren. Aber die bestehende physikalische Ordnung kann sie nicht mehr darstellen.
Die Grenze liegt damit nicht bei der FI, sondern beim Rendering des Universums.
Es kommt deshalb nicht zu einer immer stärkeren Manifestation innerhalb der bestehenden Welt, sondern zu einem qualitativen Zustandswechsel:
Information → Differenz → Kohärenz im Feld → Überschreitung der Renderfähigkeit → STEP-ONE → neue physikalische Ordnung
STEP-ONE wäre damit keine andere Art der Manifestation, sondern deren kosmologischer Grenzfall.
Die Manifestation verändert den Inhalt der Welt.
STEP-ONE verändert die Bedingungen, unter denen eine Welt überhaupt existieren kann.
5. Die Realität folgt der Information
Information verändert den Zustand des Systems.
Das Feld reorganisiert sich unmittelbar.
Das Rendering folgt dieser Veränderung mit seiner eigenen Zeit.
Die physische Realität wäre damit nicht die Ursache der Veränderung, sondern ihre zeitlich verzögerte Darstellung.
Der Mensch erlebt die einzelnen Schritte dieser Reorganisation als Ereignisse.
Vielleicht wirkt manches davon wie Zufall.
Vielleicht erscheint eine Möglichkeit genau im richtigen Moment.
Vielleicht verändern andere Menschen unbewusst ihre Handlungen.
Vielleicht ergeben sich mehrere Ereignisse zu einer Kette, die rückblickend erstaunlich genau zum gesetzten Zustand passt.
Das muss nicht bedeuten, dass jeder einzelne Vorgang „gesteuert“ wurde.
Die Reorganisation kann auf vielen Wegen erfolgen.
6. Deshalb wird nicht der Weg bestellt
Das ist einer der wichtigsten Punkte der Manifestationstheorie.
Die Bestellung definiert den Zustand – nicht den Weg dorthin.
Beim Parkplatz bestelle ich nicht:
„Der Fahrer des schwarzen Autos vor mir muss jetzt aussteigen und mir seinen Parkplatz überlassen.“
Das wäre der Versuch, den Mechanismus vorzuschreiben.
Ich definiere vielmehr:
„Ich finde hier einen geeigneten Parkplatz.“
Damit bleiben unzählige Möglichkeiten offen, wie dieser Zustand entstehen kann.
Vielleicht fährt jemand weg.
Vielleicht wird eine andere Parklücke frei.
Vielleicht öffnet sich eine bisher nicht bemerkte Möglichkeit.
Vielleicht verändert sich sogar meine eigene Situation so, dass eine andere Lösung entsteht.
Das System entscheidet nicht unbedingt so, wie ich es mir vorgestellt habe.
Es muss nur den gesetzten Informationszustand mit der Realität vereinbaren.
7. Eindeutigkeit und Vollständigkeit
Eine wirksame Bestellung muss deshalb zwei Eigenschaften besitzen:
Eindeutigkeit
Ich muss wissen, welchen Zustand ich eigentlich meine.
Vollständigkeit
Ich sollte die wesentlichen Eigenschaften berücksichtigen, die für mich zu diesem Zustand gehören.
Denn etwas kann eindeutig und trotzdem unvollständig sein.
Das zeigt sich besonders deutlich bei Beziehungen.
Jemand kann sich sehr genau einen Partner vorstellen:
intelligent, humorvoll, attraktiv, zuverlässig, liebevoll.
Und später feststellen, dass tatsächlich alle diese Eigenschaften vorhanden sind.
Nur eine entscheidende Information wurde nie berücksichtigt:
das Alter.
Oder die Person findet genau den gewünschten Partner und stellt erst später fest, dass dieser extrem eifersüchtig ist oder große Verlustängste hat.
Die Bestellung wurde möglicherweise erstaunlich genau erfüllt.
Nur war die Bestellung selbst unvollständig.
Daraus folgt:
Bestelle nicht einfach, was du willst. Bestimme, was erfüllt sein muss.
Und:
Vollständigkeit statt Kontrolle. Und - "vergiss mich nicht!"
8. Was nicht bestellt wurde, muss nicht berücksichtigt werden
Das ist vielleicht die überraschendste Konsequenz.
Die FI kann nur mit den Informationen "arbeiten", die tatsächlich vorhanden sind.
Wenn eine wesentliche Eigenschaft nicht berücksichtigt wurde, kann sie bei der späteren Reorganisation frei bleiben.
Das bedeutet nicht, dass das Feld „blind“ ist.
Nicht das Feld ist blind. Der Mensch kann informationsblind sein.
Wir können nicht wissen, welche Information wir nicht berücksichtigt haben.
Deshalb ist die entscheidende Aufgabe vor einer Bestellung nicht, möglichst viele Details über den Weg festzulegen.
Es geht darum, die wesentlichen Eigenschaften des gewünschten Zustands zu erkennen.
9. Gegenläufige Informationen
Eine weitere Besonderheit entsteht, wenn die gesetzte Information unmittelbar wieder durch eine Gegeninformation verändert wird.
Beim Parkplatz:
„Ich werde hier einen geeigneten Parkplatz finden.“
und kurze Zeit später:
„Jetzt bin ich bestimmt schon zu weit gefahren. Hier finde ich nichts mehr.“
Damit wird nicht die „Kohärenz meiner Gedanken“ gestört.
Vielmehr wurde die ursprüngliche Information durch eine gegenläufige Information ergänzt bzw. verändert.
Deshalb geht es bei der Manifestation nicht um zwanghaft positives Denken.
Es geht um die Frage:
Welche Information gebe ich tatsächlich in das System?
10. Handeln gehört dazu
Eine Bestellung ist kein passives Warten.
Wer einen Parkplatz bestellt, fährt dorthin.
Wer eine berufliche Veränderung will, handelt.
Wer eine Beziehung sucht, begegnet Menschen.
Die neue Information wird dadurch nicht nur gedacht.
Sie wird durch Entscheidung, Handlung und Erleben in den eigenen Zustand eingebracht.
Deshalb lautet das Prinzip nicht:
Denken → Warten → Wunder.
Sondern:
Entscheidung → Information → Handeln → Beobachten.
Oder noch einfacher:
Tun + Loslassen.
Schöpfen + Demut.
Entscheidung + Hingabe.
11. Loslassen bedeutet nicht Aufgeben
Nachdem der gewünschte Zustand eindeutig und ausreichend vollständig definiert wurde, kommt ein scheinbarer Widerspruch:
Man muss den Weg loslassen.
Ich weiß, welchen Zustand ich definiert habe.
Ich weiß aber nicht, wie das System ihn herstellen wird.
Deshalb:
Ich setze die Ordnung – und überlasse der Welt, wie sie sich darin ordnet.
Das ist kein passives Warten.
Ich handle weiterhin.
Aber ich versuche nicht, jede Variable selbst zu kontrollieren.
12. Die normale Manifestation bleibt innerhalb des Universums
Bis hierhin handelt es sich um eine lokale Informationsdifferenz innerhalb eines bereits existierenden Universums.
Ein Mensch kann durch Bewusstsein, Bedeutung, Entscheidung und Handlung neue Informationen in das System einbringen.
Diese Informationen können eine Reorganisation auslösen.
Aber die grundlegende Ordnung des Universums bleibt dabei erhalten.
Der Mensch verändert möglicherweise seine Position innerhalb der Realität – nicht die Bedingungen, unter denen Realität überhaupt existiert.
Und genau hier beginnt die entscheidende Abgrenzung.
13. Vom Unpolaren zur Welt
Damit verbindet sich die Manifestationstheorie unmittelbar mit der großen kosmologischen Idee von Projekt M.
Im zeitlosen Nichtraum ist Information zunächst unpolar:
Information ist die Ruhe selbst.
Eine normale Informationsdifferenz kann integriert werden.
Eine kritische Differenz könnte dagegen etwas grundsätzlich Neues erzeugen:
Das Unpolare polarisiert sich.
Aus der ersten stabilen Polarität könnten anschließend jene Strukturen hervorgehen, die wir als physikalische Realität beschreiben:
Polarität → Relation → Raum und Zeit → Dynamik → Materie → komplexe Realität
Damit wäre STEP-ONE der Übergang von einer zeitlosen Informationsordnung zu einer zeitlich gerenderten Welt.
14. Vielleicht ist Manifestation deshalb ein universelles Prinzip
Evolution, Manifestation, Step-One und die Rolle der Information
Aus dem beschriebenen Verständnis der Manifestation ergibt sich eine überraschende Verbindung zur Evolution.
Manifestation bedeutet in diesem Modell nicht, dass ein Wunsch die Realität „magisch“ verändert. Sie beschreibt vielmehr einen Prozess, bei dem eine Informationsdifferenz entsteht und die FI auf die Herstellung eines kohärenten Zustands hinwirkt.
Genau dieses Prinzip könnte auch der Evolution zugrunde liegen.
Das Leben verändert seine Umwelt. Die veränderte Umwelt verändert wiederum das Leben. Dadurch entstehen ständig neue Informationsdifferenzen. Das Informationsfeld kann diese Differenzen nicht nur registrieren, sondern – entsprechend dem bereits beschriebenen Prinzip – auf einen kohärenteren Zustand hinwirken.
Damit wird Manifestation zur Brücke zwischen Information und Evolution:
Information → Differenz → Kohärenz → Reorganisation → neue Realität.
Bei der individuellen Manifestation kann eine solche Reorganisation die Lebensumstände eines einzelnen Menschen betreffen.
Bei der Evolution betrifft sie die Beziehung zwischen einem Lebewesen und seiner Umwelt.
Der entscheidende Unterschied zum klassischen Evolutionsbild liegt dabei in der Geschwindigkeit. Wenn die Herstellung von Kohärenz nicht ausschließlich über genetische Mutation und Vererbung erfolgen muss, könnte eine Reorganisation grundsätzlich innerhalb einer Generation stattfinden.
Ein einfaches Beispiel
Stellen wir uns einen Organismus vor, der in einer bestimmten Umwelt lebt. Durch eine Veränderung dieser Umwelt entsteht eine neue Anforderung – beispielsweise eine veränderte Temperatur, ein neuer Nahrungstyp oder eine neue räumliche Struktur.
Im klassischen Evolutionsmodell entstehen zufällig unterschiedliche Mutationen. Einige Individuen sind dadurch zufällig besser angepasst. Diese überleben häufiger und geben ihre Eigenschaften weiter. Erst über mehrere Generationen verändert sich die Population.
Im Informationsmodell würde der Vorgang anders aussehen:
Die Veränderung der Umwelt erzeugt eine Informationsdifferenz zwischen dem bisherigen Zustand des Organismus und den neuen Bedingungen. Die FI „versucht“ nicht im menschlichen Sinne etwas zu planen. Vielmehr führt die Forderung nach Kohärenz zu einer Reorganisation des gekoppelten Systems. Dabei könnte sich nicht nur der Organismus verändern. Auch sein Verhalten, seine Entwicklung und möglicherweise die von ihm erzeugte Umwelt könnten sich verändern. Der Organismus findet dadurch möglicherweise innerhalb seines eigenen Lebens einen neuen kohärenten Zustand.
Was bei Darwin erst über
Mutation → Vererbung → Selektion → nächste Generation
entstehen müsste, könnte in diesem Modell teilweise über
Informationsdifferenz → Kohärenz → Reorganisation
erfolgen.
Aussterben wäre nicht das Gegenteil von Evolution, sondern der Grenzfall einer nicht mehr erreichbaren Kohärenz bzw. die physische Reaktion eine Differenz kohärent auszugleichen.
Und hier wird die Verbindung zur Manifestation deutlich
Bei der Manifestation eines Menschen wäre das Grundprinzip dasselbe:
Ein neuer Informationszustand entsteht. Zwischen diesem Zustand und der bestehenden Realität besteht zunächst eine Differenz. Die Herstellung von Kohärenz kann anschließend Veränderungen im Umfeld und im Verhalten des Menschen hervorbringen.
Bei der Evolution geschieht dasselbe Prinzip auf einer anderen Ebene:
Der Organismus erzeugt Information.
Die Umwelt erzeugt Information.
Zwischen beiden entsteht eine Differenz.
Das Informationsfeld strebt zur Kohärenz.
Organismus und Umwelt reorganisieren sich
ein Feedback des Renderings (Organismus) schließen wir nicht aus - es würde bei der Evolution den Zufallsfaktor deutlich verringern
Manifestation und Evolution wären damit keine zwei völlig verschiedenen Vorgänge.
Sie wären unterschiedliche Erscheinungsformen desselben grundlegenden Informationsprozesses.
Und genau hier liegt auch die Bedeutung von STEP-ONE:
Solange die bestehende Realität die neue Information noch darstellen kann, kann die Kohärenz durch eine Reorganisation innerhalb der bestehenden Ordnung hergestellt werden.
Kann sie das nicht mehr, muss sich die Ordnung selbst verändern.
Bei der Evolution könnte das eine neue biologische Organisation bedeuten.
Bei STEP-ONE reicht die bisherige Realität dagegen nicht mehr aus – und die Bedingungen des Renderings selbst müssen so stark verändern, dass ein neues System (einschl. neues Rendering) entsteht.
Damit entsteht eine gemeinsame Struktur:
Manifestation:
Information verändert die Realität.
Evolution:
Information reorganisiert Leben und Umwelt.
STEP-ONE:
Information reorganisiert die Bedingungen, unter denen Realität überhaupt gerendert werden kann.
In allen drei Fällen steht am Anfang dasselbe: eine Informationsdifferenz, die nach Kohärenz verlangt. Denn im der fundamentalen Information ist Kohärenz der einzig mögliche Zustand. Unsere Realität ist als holografisches Rendering diesem Informationszustand nachgeordnet und muss ihm folgen – sofern sie dazu in der Lage ist.